Unter der bekannten Karosserie des kleinen Twingo steckt leicht verständliche Spitzentechnologie; der Motor und die Batterie werden komplett in der Schweiz gefertigt.
Dieses Fahrzeug ist absolut zuverlässig für die tägliche Fahrt zur Arbeit, denn es besitzt eine Reichweite von ungefähr 130 km bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf der Autobahn.
Neben dem aussergewöhnlichen Fahrspass war das ganze Infomaniak-Team sofort von der spektakulären Laufruhe und Beschleunigung begeistert (von 0 auf 20 km/h hat das Fahrzeug mehr Drehmoment als ein Auto mit klassischem Verbrennungsmotor).
Seine Bedienung erweist sich als verblüffend einfach. Um ihn völlig aufzuladen, muss man den Wagen lediglich einige (1-6) Stunden an eine 220 V-Steckdose anschliessen.
Auch wenn der Kaufpreis für den Twingo Quickshift Elettrica abschreckend erscheint (40.000 CHF), amortisiert er sich rasch durch die Einsparungen im Betrieb, da der Motor und die Batterien (deren Lebensdauer zwischen 4 und 7 Jahren beträgt) keinerlei Wartung benötigen und die Bremsbeläge einen fünfmal geringeren Verschleiss aufweisen, da das Fahrzeug die Batterien mit Hilfe der Trägheitskräfte beim Bremsen auflädt.
Wir laden dieses Auto ausschliesslich bei Nacht zum Vorzugstarif auf (Strom aus Wasserkraft + 2,5% Sonnenenergie). Nachdem wir einen elektrischen Zähler installiert hatten, um die tatsächliche Aufladung über mehrere Monate zu beobachten, zahlen wir im Durchschnitt genau 3,20 CHF pro gefahrene 100 km.
Wir finden es jedoch bedauerlich, dass trotz der Bequemlichkeit und Leistung, die im Autoverkehr mit Elektrizität erreicht werden kann, zum Zeitpunkt des Erwerbs des Twingo nur drei reine Elektroautos in der Schweiz zugelassen waren…
Die Erfindung der Zebra-Batterietechnik ist dem südafrikanischen Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung zu verdanken, für den mehr als 3000 Wissenschaftler tätig sind. Diese Erfindung wurde 1985 von Dr. Johan Coetzer gemacht, dessen Patent dann in den 1990er-Jahren vom Schweizer Unternehmen Mes-DEA aufgekauft wurde.
Diese Technik besitzt mehrere Vorteile gegenüber den vorhandenen Lösungen der Konkurrenz: Diese Art Batterie besteht aus umweltfreundlichen und sehr häufig vorkommenden Rohstoffen. Die negative Elektrode ist aus Natrium (Kochsalz) und die positive Elektrode aus Nickelchlorid.
In der Tabelle unten sind die verschiedenen Batterietechnologien aufgeführt (allerdings sind weder die Toxizität der Materialien noch die Kosten angegeben).
| Energiedichte (Wh/kg) | Leistungsdichte (W/kg) | Lebensdauer in Zyklen | |
| Bleisäure-Batterie der neuen Generation | 48 | 150 | 600 a 1000 |
| Nickel-Cadium | 50 | 175 | 1500 a 2000 |
| GM Ovonic Nickel-Metal-Hybride | 70 | 220 | > 600 |
| SAFT Nickel-Metal-Hybride | 70 | 150 | 1500 |
| SAFT Lithium-Ion | 120 | 230 | 600 |
| Zinc-Bromine | 70 | 100 | < 1000 |
| Zinc-Air | 180 | 125 | < 400 |
| Lithium-Polymer | 150 | 350 | < 600 |
| ZEBRA sodium-nickel chloride | 86 | 150 | > 1000 |
Diese Batterie hat den grossen Vorteil, dass sie aus unschädlichen und in grosser Menge vorhandenen Materialien besteht und zudem eine längere Lebensdauer als z.B. Lithium-Polymer-Batterien hat.
Sein Nachteil liegt darin, dass er in der Schweiz in Kleinserie produziert wird und daher teuer ist. Es ist zwar weniger wichtig, sollte aber gesagt werden: Die Batterie wird ständig auf 270° C gehalten. Um diese hohe Temperatur zu halten, wird eigene Energie verbraucht; nach sechs Wochen ohne Aufladen ist die Batterie vollkommen leer. Am besten hängen Sie das Fahrzeug abends ans Netz. Auf diese Weise riskieren Sie keine böse Überraschung, wenn das Fahrzeug ein paar Tage lang nicht bewegt wird. Das Auto kostet Sie in jedem Fall durchschnittlich 3,20 CHF pro 100 gefahrene Kilometer.
Alles in allem sind wir vollkommen zufrieden mit diesem Elektrofahrzeug und würden es befürworten, wenn möglichst viele Unternehmen diese Technologie für Fahrten in der Stadt einsetzten. 40.000 CHF mögen teuer erscheinen, aber 100.000 gefahrene Kilometer kosten bei einem Elektroauto 3.200 CHF an Strom, während bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, das 8 Liter Benzin auf 100 km verbraucht, 16.000 CHF anfallen. Ausserdem gibt es 19 Tonnen CO2, krebserregenden Feinstaubpartikel und Stickoxide an die Atmosphäre ab.
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